berechnung-des-urlaubsanspruchs-bei-kuendigung

Berechnung des Urlaubanspruchs bei Kündigung

Jedem Arbeitnehmer steht nach dem Bundesurlaubsgesetz eine bestimmte Anzahl an Urlaubstagen pro Jahr zu. Doch was passiert mit den nicht genommenen Urlaubstagen, wenn das Arbeitsverhältnis beendet wird?

In den meisten Fällen kommt eine Kündigung plötzlich und unverhofft, vor allem, wenn sie vom Arbeitgeber ausgeht.
Nicht selten stehen dem gekündigten Arbeitnehmer dann noch nicht genommene Urlaubstage zu. Ist die Kündigung fristlos, besteht sogar nicht mehr die Möglichkeit, den verbleibenden Urlaub zu nehmen. Hier stellt sich nun die Frage: „Was passiert mit dem übrigen Urlaub?“. Muss der Urlaub genommen werden oder kann er ausbezahlt werden? Im folgenden Text wird alles zum Thema Kündigung und Resturlaub beantwortet.

Muss ein Arbeitnehmer die verbleibenden Tage Urlaub bei Kündigung nehmen?
Für den Umgang mit Resturlaubstagen bei Kündigungen ist § 7 Abs. 4 BUrlG ausschlaggebend. Hier wird festgelegt, dass Urlaub, der wegen Beendigung des Arbeitsverhälntisses gar nicht mehr oder nur teilweise genommen werden kann, abzugelten ist. Besteht also die Möglichkeit, dem Arbeitnehmer den Urlaub zu gewähren, muss dieser auch genommen werden.

Für Tage, die darüber hinaus nicht genommen werden können, muss der Arbeitgeber dem Arbeitnehmer ein Urlaubsentgeld zahlen, welches nicht mit dem Urlaubsgeld zu verwechseln ist. Hier spielt es auch keine Rolle, wer das Arbeitsverhältnis beendet hat.

Ermittlung des Resturlaubs

Wieviel Resturlaub einem Arbeitnehmer noch zusteht, ist alleine vom Kündigungsdatum abhängig. Wird die Kündigung im ersten Halbjahr ausgesprochen, besteht ein Jahresurlaub von 1/12 des ganzen Jahresurlaubs pro vollen Beschäftigungsmonat. Fällt der Kündigungstermin allerdings auf die zweite Jahreshälfte, sprich von Juli bis Dezember, ist der gesamte Mindesturlaub zu gewähren. Dieser beträgt 20 Urlaubstage und gilt für jeden Arbeitnehmer, der zum 1. Juli gekündigt wurde oder selber gekündigt hat und 6 Monate im Betrieb beschäftigt war.

Beispiel:
Kündigung zum 01.08 = 20 Tage Urlaubsanspruch (Mindestanspruch)
Kündigung zum 01.03 = 5 Tage Urlaubsanspruch ( 20:12×3 )
Vorraussetzung ist, dass noch kein Jahresurlaub genommen wurde.

Bildquelle: Businessman Calculating Invoice By Laptop © Andrey Popov – fotolia.com

2 Responses to “Berechnung des Urlaubanspruchs bei Kündigung”

Read below or add a comment...

  1. Birgit Martin says:

    Ich habe pro Jahr 26 Tage Urlaub und habe zum 15.April gekündigt.Wie viele Tage stehen mir zu?

  2. mark spenceley says:

    ich hatte 7 tag von 2014 und und in 2015 30 tage, kundigüng ab 30,11,15 nach krankschreibung wegen ein schoulter opp… nach 8 monat in kontakt ich habe ein Angebot von €800 Pauschalbetrages bekommen ??? ich finde es so winig

Schreibe einen Kommentar

*